Richtfunk Technik von Snellstar

    Voraussetzungen für den Bau von Richtfunk Systemen

    Im Bereich der Richtfunktechnik werden viele verschiedene Systeme auf sehr unterschiedlichen Frequenzbereichen eingesetzt. Das macht es für den Laien nicht gerade einfach. Das ist ein Grund, weshalb Richtfunksysteme in der Regel von darauf spezialisierten Fachbetrieben angeboten werden. Nicht nur die  Frequenzplanung, sondern auch die Vorbereitung zur Lizenzierung einer Richtfunkstrecke bei der  Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (kurz: BNetzA), die Ausbildung der eigenen Mitarbeiter in Bezug auf die verschiedenen Richtfunksysteme und dem Erwerb der Kletterbefähigungen (G41, BGR 198, 199), BOSIET und HUET sind Merkmale eines soliden Fachbetriebes zur Errichtung von Richtfunkstrecken aller Art. Snellstar bietet all diese Vorzüge.

    Anforderung ist gleich Technikauswahl

    Die Anforderung an die Leistung einer Richfunkstrecke entspricht der richtigen Auswahl des Systems. Snellstar kennt alle notwendigen Details um dem Anwendungszweck entsprechend das richtige System anzubieten. Das wesentliche Kriterium ist die Wirtschaftlichkeit, die sich vor allem aus den Anschaffungskosten, den Betriebskosten und der Langlebigkeit zusammen setzen. Einige der meist eingesetzten Systeme beschreiben wir auf den folgenden Seiten. Passt keines dieser Beispiele zu Ihren Anforderungen, fragen Sie uns einfach.

    Unlizenziert oder lizenziert?

    Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten im Genehmigungsverfahren einer Richtfunkverbindung. Die eine Bedarf einer Einzelgenehmigung durch die BNetzA und die andere besitzt bereits eine allgemeine Genehmigung der BNetzA und kann unter den entsprechenden Vorgaben sofort und ohne weitere Kosten oder Anträgen installiert und betrieben werden. Snellstar bietet beide Arten der Richtfunksysteme an.

    Unlizenziert

    Auf einigen Frequenzbereichen werden von der BNetzA allgemeine Freigaben zur Verwendung von Richtfunk (hier auch als WLAN bezeichnet) herausgegeben. Diese Freigaben beziehen sich vor allem auf die üblichen WLAN Bereiche im Frequenzbereich 2,4 Ghz und 5 Ghz. Weitere freie Bereiche die vor allem für Punkt-zu-Punk Richtfunk eingesetzt werden, findet man bei 24 Ghz und zwischen 57 Ghz und 64 Ghz. Ein besonders interessanter Bereich ist der Bereich von 37 Ghz bis 39,5 Ghz, der als “Grundstücksrichtfunk” (BNetzA Vfg. 55/2013) nur auf dem eigenen Gelände eingesetzt werden darf. Interessant ist hierbei die Nutzung von bewährten 38 Ghz Richtfunksystemen mit einer kostenfreien allgemeinen Zuteilung.

    Vorteile: Keine komplizierten Anträge. Keine Einmalkosten die mindestens im vierstelligen Bereich liegen und keine jährlichen Kosten zur Frequenznutzung.

    Nachteil: Keine exklusive Nutzung der Frequenz und damit keinerlei Schutz vor Störungen, solange diese durch andere legal betriebenen Richtfunkstrecken und Primärnutzer verursacht werden.

    Lizenziert

    Der lizenzierte Richtfunk unterscheidet sich in erster Linie bei den Kosten und der Zuverlässigkeit einer Richtfunkstrecke. Richtfunk in lizenzierten Frequenzbereichen die sich auf 4 GHz, 6 GHz, 7 GHz, 13 GHz, 15 GHz, 18 GHz, 23 GHz, 26 GHz, 28 GHz, 31 GHz, 32 GHz, 38 GHz 42 GHz, 52 GHz, 55 GHz, 58 GHz und 71-76/81-86 GHz abspielen müssen vor der Inbetriebnahme und Bau des Senders bei der BNetzA beantragt werden. Die BNetzA verlangt detaillierte technische Daten und Lizenznummern der einzusetzenden Systeme. Sobald die eigens für die geplante Richtfunkstrecke erteilte Frequenzpaarung erteilt wurde, können die Sender beim Hersteller in Auftrag gegeben werden.

    Vorteile: Störsicherheit, weil eine lizenzierte Frequenz benutzt wird und bei Störungen der Messdienst der BNetzA eingreifen kann. Hohe (carrier-grade) Güte der Hardware. Für höchste Verfügbarkeit ist das die 1. Wahl.

    Nachteile: Kosten für die Frequenz sowohl einmalig (ab ca. 2000,- Euro) und jährlich um die 100 Euro. Lange Lieferzeiten. Antragstellung bei BNetzA dauert zwischen drei und sechs Wochen, in seltenen Fällen auch bedeutend länger. Der Bau der Sender wird auch sechs bis acht Wochen in Anspruch nehmen. Oft wird der Link erst drei Monate nach Bestellung fertiggestellt.

    Fazit: Für nicht so hoch verfügbare Systeme mit einer geringen Entfernung ausserhalb von Metropolen (in denen extrem viele freie Links senden) ist eine unlizenzierte Richtfunkstrecke durchaus einsetzbar. So sind für bereits 2.000,- Euro bereits überwiegend stabile Links mit bis zu 100 Mbit/s baubar. Für all diejenigen die eine zuverlässige Verbindung benötigen, die selbst eine höhere Verfügbarkeit als ein Kabel besitzen, ist in jedem Fall eine lizenzierte Strecke zu bevorzugen. Das gilt vor allem für Richtfunkstrecken mit hoher Bandbreite und/oder größeren Entfernungen.